Der gesamte Zuchbereich kann mit dem Tierverwaltungssystem bearbeitet werden. Forlgende elementare Funktionen werden verwendet: Paarung, Verwaltung der Neugeborenen und Absetzen der Jungtiere. Das Absetzen kann individuell oder als Gruppe erfolgen.
Das Zucht-Modul basiert auf sogenannten Beziehungen, die entweder ein Paarungsvorgang oder eine Verwandtschafts-Beziehung sein können (Eltern, Jungtier). Verwandtschafts-Beziehungen entstehen aus Paarungen, können aber auch unabhängig davon existieren. Werden Tiere unterschiedlichen Geschlechts in einem einzigen Käfig platziert, wird vom Programm automatisch eine Paarungs-Beziehung vorgeschlagen. Paarungsbeziehungen werden beim Käfigmanagement berücksichtigt. Darüberhinaus können aber auch Paarungen von Tieren niedergelegt werden, die sich nicht notwendigerweise in ein und demselben Käfig befinden (externe Paarung z.B. Embryonaltransfer). Ferner können auch Paarungen zwischen einem männlichen und mehreren weiblichen Tieren stattfinden.
Diese Art der Tierverwaltung erlaubt maximale Flexibilität beim Aufbau von Beziehungen sowie die Nachverfolgbarkeit aller einzelnen Schritte (Stammbaum).
Nach einer Paarung erfolgt ein Wurf von Neugeborenen, welche einige Wochen später als Jungtiere abgesetzt werden. Dafür wurde ein einfaches aber detailliertes Input-System entwickelt. Die Größe des Wurfes ist unbegrenzt. Es wird zwischen weiblichen und männlichen Tieren sowie Todgeburten unterschieden.
Die Neugeborenen eines Wurfes werden zunächst mit dem Muttertier geführt; beim Absetzvorgang werden dann die Jungtiere als Individuen mit eigener ID in das System aufgenommen. Dabei werden die Kerndaten des Muttertieres in editierbarer Form auf die Jungtiere übertragen. Ferner können jedem Jungtier Transponder- oder TagID’s bereits vor dem Absetzen zugeordnet werden.
Das Absetzen kann individuell oder in einfacher Weise auch in einem Schritt für den gesamten Wurf erfolgen. Ferner werden die neu zu besetzenden Käfige nach den entsprechenden Regeln (maximale Tierzahl, Geschlecht etc.) ausgewählt.
Die Anzahl möglicher Beziehungen und Vernetzungen ist unbegrenzt, so dass jeder erdenkliche Stammbaum repräsentiert werden kann.
Um die verschiedenen Generationen von Eltern- und Jungtieren sowie ihre Paarungs- und Verwandtschaftsbeziehungen optimal nachverfolgen zu können, wurde der sogenannte Genealogie-Browser entwickelt. Er erlaubt graphisches “browsen” innerhalb eines Familiennetzwerkes. Im Genealogiebrowser beschreiben Linien Beziehungen. Die Stammdaten jedes beteiligten Tieres sind durch einfaches Anklicken des entsprechenden Knotens im Netzwerk darstellbar.
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