Planungsmodul

Planungsmodul

60 bis 80% der aus komplexen Prozessen stammenden Daten in einer Tierhaltungsdatenbank werden immer noch in der Tierhaltung meist innerhalb der Barriere erfaßt. Es handelt sich um die Protokollierung von Vorgängen wie das Umsetzen von Tieren, das Verpaaren von Tieren, das Absetzen von Jungtieren und das Töten von Tieren, sowie die Eingabe von Benachrichtigungen an die Forscher. Dies ist der Fall, obwohl praktisch 90% der Daten vom Forscher durch Arbeitsaufträge initiiert sind. Sie werden den Tierpflegern via E-Mail, per Telefonat, oder per Fax mitgeteilt. Es ist offenbar, dass auf diesem Kommunikationswege eine große Fehleranfälligkeit besteht. Diese Fehler resultieren überwiegend aus Fehlinter-pretationen der Anweisungen und Eingabefehlern. Dies ist einfach nachzuvollziehen, da der Tierpfleger unter denkbar ungünstigen Bedingungen (Schutzkleidung, erschwerte Atmung,...) körperlich schwer arbeiten muss und die Bedienung eines Computersystems ein zusätzliches Handicap in seiner Arbeit bedeutet.

Es gibt mehrere Ansätze um aus diesem Dilemma herauszukommen:

  1. die weitgehende Ausstattung der Tiere und Käfige bzw. Käfigkarten durch elektronische Markierungen und die Einbettung ihrer automatischen Erfassung in die Softwareprozesse.
  2. die Verlagerung der Erfassungsprozesse im Rahmen einer Planung ins Vorfeld und die damit einhergehende
  3. Ausgestaltung der Tierwaltungssoftware hinter der Barriere als Quittierungssystem für geplante Vorgänge beziehungsweise die Beschränkung komplexer Erfassungsprozesse auf unvorhergesehene Ausnahmen.

Mit dem neuen Planungsmodul hat sich die Firma Galilei Software auf die Punkte b) und c ) konzentriert. Das Planungsmodul geht von der Voraussetzung aus, dass die Quelle der zu verpaarenden Tiere, also die physikalischen Käfige bekannt sind. Die Entscheidung, welcher physikalische Zielkäfig zu verwenden ist und wo dieser im Rack stehen soll, soll dem Tierpfleger überlassen werden. Es wird dem Forscher im Rahmen des Planungs- Moduls deshalb ein sogenanntes virtuelles Rack, mit virtuellen Käfigen zur Verfügung gestellt, indem er seine geplanten Verpaarungen vornehmen kann. Dieses kann durch einfaches Zeigen und Auswählen der Käfige beziehungsweise durch ein virtuelles Umsetzen der Tiere geschehen. Die so aufgezeichneter Planungsvorgänge sind an vorher definierte Leistungen gekoppelt, die wiederum automatisch auf der Auftragsliste der Tierhaltung landen.

In der Tierhaltung angekommen werden diese Aufträge noch außerhalb der Barriere z.B. im Rahmen einer morgendlichen Besprechung auf die Joblisten bestimmter Tierpfleger verteilt. Die Joblisten können von den Tierpfleger nach dem Einschleusen hinter die Barriere an ihrem Arbeitsplatz z.B. an der Wechselstation abgerufen werden, die Aufträge werden physikalisch durchgeführt und müssen lediglich mit einem Klick bestätigt werden. Die Umwandlung der geplanten Bewegungen in echte Bewegungen übernimmt das Softwaresystem automatisch.

Noch einmal schlagwortartige die Vorteile dieses Systems:

  • Drastische Reduktion der Hygiene-Risiken, da eine geringere Notwendigkeit besteht,die Tierräume zu betreten.
  • keine Fehlinterpretationen von Forscheraufträgen mehr möglich.
  • Drastische Reduzierung des Erfassungsaufwandes in der Tierhaltung
  • Erleichterung der Organisation durch Job-Listen
  • automatische Rückmeldung durchgeführte Aufträge an dem Forscher
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So behalten Sie den Überblick auch ausserhalb der Barriere...
Strukturiere Arbeits-aufträge sorgen für minimalen Erfassungsaufwand in der Barriere...
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